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© Moritz Holfelder
© Moritz Holfelder
Ausstellung: Moritz Holfelder - Der Strand des Kinos (Mo - Fr)

Termin:Montag, 26.10.2020
Uhrzeit:10:00 Uhr - 17:00 Uhr
Raum:Oberes Festsaal-Foyer

Fotografische Impressionen von den Filmfestspielen Venedig



Die Internationalen Filmfestspiele von Venedig „Mostra Internazionale d‘Arte Cinematografica“ finden seit 1932 jedes Jahr elf Tage Anfang September auf dem Lido statt, der mit ihren Sandstränden der Lagune vorgelagerten Insel. Sie sind das älteste Filmfestival der Welt und gehören mit Cannes und der Berlinale zu den bedeutendsten Ereignissen jedes Kinojahrs. Ähnlich wie bei den Internationalen Hofer Filmtagen erleben die Einheimischen während der Mostra ihre Stadt für ein paar Tage anders als sonst und es verändert sich auch der Blick der internationalen Gäste auf die Stadt.
 

Die besondere Atmosphäre entsteht durch die direkte Nachbarschaft der Auftritte weltbekannter Stars sowie der italienischen Urlauber auf dem Strand gleich um die Ecke. Auf der einen Seite Familien mit quengeligen Kindern, auf der anderen der feierlich dekorierte Palazzo del Cinema. Beides liegt nur 50 Meter voneinander entfernt – die in Reihen aufgestellten Cabanas (Strandbüdchen) und der Rote Teppich, die glamouröse Bühne für SchauspielerInnen in Abendkleid und Smoking.
 

Moritz Holfelder fotografiert das wunderliche mediterrane Treiben mit einem einfühlsamen Blick für Details, beobachtet in sieben Kapiteln eher das Geschehen am Rande und dabei lieber die Schaulustigen und MitarbeiterInnen des Festivals als die Stars.
 

Der Strand und das Meer spielen eine wesentliche Rolle – auch viele der Filmleute suchen den weiten Sandstreifen auf dem Lido immer wieder auf, um dort für Fotos zu posieren oder in eigens für Premierenpartys aufgestellten Zelten zu feiern.
 

Moritz Holfelder: Der Strand des Kinos

 

Man kennt Moritz Holfelder vom Radio. Seine Stimme ist häufig zu vernehmen, wenn es im öffentlich-rechtlichen Rundfunk um Kino und Film geht. Zahlreiche Bücher beschäftigen sich mit wichtigen Filmschaffenden wie etwa Werner Herzog, und daneben entführt Holfelder mit seinen preisgekrönten Hörbüchern in die Welt von prägenden ArchitektInnen unserer Zeit. Sein großes Talent besteht auch hier darin, verständlich zu sein – aber niemals flach. Die Begeisterung für seine Sujets, seien es der gute Film, ein fulminantes Bauwerk oder Alltagsobjekte wie der Strandkorb, überträgt sich sofort auf Hörer und Leser. Seit vielen Jahren arbeitet er auch als Fotograf, erstmals zeigt er in Hof seine Bilder, die er seit Jahren bei den Filmfestspielen von Venedig macht.

 

Er ist seit Jahrzehnten Gast und aufmerksamer Beobachter der wichtigen Filmfestivals von Cannes über Berlin bis Hof, wo er als Moderator von Clubgesprächen und Panels gefragt ist. Sein Wort hat Gewicht über die Filmwelt hinaus: Jüngst erregte er Aufmerksamkeit mit seinem als Buch veröffentlichten Plädoyer, das Raubgut der deutschen Kolonialzeit zurückzugeben und jene Epoche endlich gebührend aufzuarbeiten.

 


 

Die Ausstellung ist vom 28. September bis 27. November 2020 im Foyer des Festsaals der Freiheitshalle Hof, Kulmbacher Straße 4, 95028 Hof, zu sehen.


Aufgrund des weiteren Veranstaltungsbetriebs und der aktuell einzuhaltenden Abstands- und Hygieneregeln kann es zu Einschränkungen kommen.


Geöffnet Mo – Fr, 10 – 17 Uhr, und nach Vereinbarung. Der Eintritt ist frei.

 

Beitrag des Feuilletonisten Michael Thumser zur Eröffnung der Ausstellung am 25.09.2020 >>

 

 


 


Veranstalter: Stadt Hof, Fachbereich Kultur, Tel. 09281 / 8152101, kultur@stadt-hof.de, www.hof.de


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